Am Samstag, den 24. Januar 2026, war es wieder so weit – der Abend, den viele Oecher Jecke das ganze Jahr mit Vorfreude erwarten: Das Eurogress erstrahlte in Blau, Rot und Weiß zur großen Sitzung der ,,Oecher Penn,,. Mit rund 1.200 Gästen war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt, und die besondere Atmosphäre dieser traditionsreichen Veranstaltung war vom ersten Moment an spürbar.
Als eine der letzten klassischen Sitzungen steht die Penn-Sitzung wie kaum eine andere Veranstaltung für die perfekte Balance zwischen Reden, Musik, Tanz und Show. Keine Karnevalsdisco, sondern echter Fastelovend mit Stil. Die lockere Bestuhlung sorgte auch in diesem Jahr für mehr Bewegungsfreiheit, mehr Nähe zur Bühne und vor allem für mehr Stimmung. Abendgarderobe war selbstverständlich Pflicht und verlieh dem Abend seinen festlichen Rahmen.
Nach imposantem Einmarsch der Penn-Soldaten, die mit beeindruckender Mannstärke den Saal füllten, begrüßte Kommandant Georg Cosler das Publikum. Bereits dieser Auftakt war ein echter Gänsehautmoment: Disziplin, Tradition und pure Leidenschaft für den Karneval vereinten sich in einem Bild, das den Charakter des Abends perfekt widerspiegelte.
Die Sitzung lebte von der gelungenen Mischung aus klassischem Oecher Humor und modernen Elementen. Besonders die Auftritte der traditionellen Redner sorgten für Begeisterung. Achnes Kasulke bewies einmal mehr, warum sie zu den festen Größen im rheinischen Karneval gehört. Mit Wortwitz, Charme und musikalischen Einlagen zog sie das Publikum sofort in ihren Bann. Ebenso überzeugte der Bauchredner Klaus mit seinem Willi: feinsinniger Humor, perfekte Mimik und ein Zusammenspiel, das den Saal immer wieder zum Lachen brachte. Newcomer Djavid hingegen hatte es schwer, den Saal für sich zu gewinnen. Trotz großer Aufmerksamkeit wollten die Pointen nicht zünden. Dennoch wurde sein Auftritt zum Abschluss mit Applaus aus dem Publikum honoriert.
Ein absoluter Höhepunkt des Abends waren die schwindelerregenden Auftritte der Zippchensfunken aus Köln. Mit ihrer atemberaubenden Akrobatik, präzisen Choreografien und spektakulären Hebefiguren raubten sie dem Publikum förmlich den Atem. Was hier auf der Bühne geboten wurde, war Karneval auf höchstem tänzerischem und sportlichem Niveau. Saltos, Würfe und perfekte Landungen wechselten in rasantem Tempo, begleitet von begeistertem Applaus und staunenden Blicken im gesamten Saal. Die Zippchensfunken bewiesen eindrucksvoll, warum sie zu den besten Tanzkorps im rheinischen Karneval zählen, und sorgten für einen der emotionalsten Momente des Abends.
Für weitere musikalische und tänzerische Glanzpunkte sorgten darüber hinaus die verschiedenen Showacts des Abends. Besonders die Showgirls von Prinz Lukas I. verwandelten das Eurogress in eine karnevalistische Showbühne mit internationalem Flair. Glamour, Temperament und Ausstrahlung brachten ein Stück Las Vegas nach Aachen und wurden vom Publikum mit tosendem Applaus gefeiert. Die 23-köpfige Partyband „Die Original Eschweiler“ brachte mit ihrem unverwechselbaren Sound und einem Feuerwerk an Entertainment den Saal zum Kochen. Spätestens jetzt hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Aus der Penn-Sitzung längst nicht wegzudenken sind auch die 4 Amigos, die mit jeder Menge Lokalkolorit und ihren zeitlosen Evergreens das Publikum restlos begeisterten und für wahre Gänsehautmomente sorgten. Den krönenden Abschluss bildete schließlich die kölsche Band Eldorado, die mit Hits wie „Verlieb’ dich nie“ oder „All In“ noch einmal alle Emotionen bündelte und der Penn-Sitzung ein fulminantes, unvergessliches Finale bescherte.
Die Sitzung zeigte einmal mehr, wie wichtig das Zusammenspiel aus Tradition und Moderne ist. Während klassische Büttenreden für Vertrautheit und Heimatgefühl sorgten, brachten innovative Showelemente neue Energie in das Programm. Genau diese Mischung macht die Penn-Sitzung so einzigartig und unverwechselbar im Aachener Karneval.
Am Ende des Abends zog Kommandant Georg Cosler ein rundum positives Fazit: Die Sitzung war ein Triumph für die ,,Oecher Penn,, und ein weiterer Beweis dafür, dass das Konzept „Mit Tradition in die Zukunft“ nicht nur ein Leitspruch, sondern gelebte Realität ist. Das Publikum dankte es mit langanhaltendem Applaus, ausgelassener Stimmung und einem Abend, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Die Penn-Sitzung 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, warum sie zu den Höhepunkten des Aachener Fastelovends gehört – ein Abend voller Emotionen, Humor, Glanz und karnevalistischer Leidenschaft.
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Penn-Sitzung.


